Für viele kranke Menschen aus der Umgebung ist das Gesundheitszentrum eine wichtige Anlaufstelle. Neben der allgemeinen Ambulanz (Krankenstation) gibt es eine Mutter-Kind-Station und eine Geburtsstation. Es wird Beratung zur Familienplanung in der Station und zuhause angeboten. Vorsorgeuntersuchungen für werdende Mütter sind ein wichtiger Arbeitsbereich.
Für das Personal der Krankenstation hat das Dekanat Fürth die Kosten für folgende Planstellen übernommen, für die keine Eigenmittel vorhanden sind: Leitender Diakon (zur Zeit Diakon Elineema Mollel), eine Hebamme, zwei Krankenschwestern (zusammen knapp € 8.000 pro Jahr).
Da viele Medikamente wegen fehlender Einnahmen nicht angeschafft werden können, finanziert das Dekanat Fürth die Beschaffung von geeigneten Medikamenten über die Action Medeor Labwork e.V., Tönisvorst, die eine Niederlassung in Daressalam hat. Auf diesem Weg wurde auch ein Sauerstoffgerät angeschafft.
2020 forderte die tansanische Regierung wegen Corona in jedem Gesundheitszentrum einen Krankenwagen zum Transport in größere Krankenhäuser. Wir haben unseren Partnern € 6.500 geschickt, mit denen sie ein gebrauchtes Auto kaufen und zu einem Ambulanzfahrzeug umbauen konnten. Es wird inzwischen auch viel von anderen Gesundheitszentren und Krankenstationen ausgeliehen.
Die Regierung fordert bei Gesundheitszentren einen Operationssaal mit entsprechenden Nebenräumen. Seit vielen Jahren arbeiten unsere Partner mit der Hilfe des Dekanats Fürth daran. Das Gebäude selbst ist inzwischen bezugsfertig. Den OP-Saal und die Nebenräume auszustatten wird der nächste große Kraftakt.
Frau Dr. Lindael Mlay berichtet für 2025 unter anderem:
"Wir konnten 4.762 ambulante und 234 stationäre Patienten behandeln. Zudem haben wir 74 Babys zur Welt gebracht. Wir konnten auch eine Waschmaschine mit einem Fassungsvermögen von 9 kg (Waschen) und 6 kg (Trocknen) anschaffen. Und wir haben das 33-jährige Bestehen unserer Einrichtung gefeiert."